Geschrumpft & zugeschissen? Wie „krank“ ist der Mount Everest wirklich?

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Geschrumpft & zugeschissen? Wie „krank“ ist der Mount Everest wirklich?

Gipfelstürmer lassen Pyramiden auf dem Berg entstehen.

Wenn man an den Mount Everest denkt, dann fallen einem viele Dinge ein, die ihn ausmachen. Seine unglaubliche Höhe von 8.848 Metern. Er ist beeindruckend, majestätisch – und voller Scheiße! Fäkalien und Müll, zurückgelassen von Bergsteigern, die einmal zu denen gehören wollen, die diesen Berg bezwungen haben. Der Gipfel zieht die Abenteurer magsich an. Doch was bleibt sind rund 50 Tonnen Abfall, bestehend aus leeren Sauerstoffflaschen, Kanistern, Proviantbehältern und menschlichen Exkrementen.

Dieses Problem ist nicht neu, wird aber oft unter den Schnee gekehrt, im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits seit vielen Jahren versucht die Regierung von Nepal diesem Müllproblem Herr zu werden. 2015 äußerte sich der Chef der Bergsteiger-Vereinigung Nepals, Ang Tshering, gegenüber dem The Guardian „Kletterer graben meist Löcher im Schnee für ihren Toilettengang und hinterlassen dort ihre menschlichen Abfälle.“ Weiterhin fügte er hinzu, dass sich diese „Scheißhaufen“ seit Jahren rund um vier Lager am Berg sich immer mehr auftürmen.

Photo credit: GRIDArendal via Visualhunt / CC BY-NC-SA

Doch wer jetzt denkt, dass es bei den eisigen Temperaturen kein Problem ist, der täuscht sich. Doe beiden Standardrouten, der Nordostkamm und der Südostkamm sind nicht nur gefährlich überfüllt, sondern auch ekelerregend verschmutz. Es bilden sich regelrecht Pyramiden aus dem Schnee heraus. Pyramiden aus Müll und Fäkalien, die das Trinkwasser verschmutzen und zu einem Gesundheitsrisiko werden – für Mensch und Tier (z.B. die Yaks).

 

Hat das Erdbeben den Mount Everest schrumpfen lassen?

„Wir schicken eine Expedition zum Mount Everest,“ sagte der indische Beamte Swarna Subba Rao gegenüber dem BBC. Laut neuesten Erkenntnissen soll das Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 den Berg „geschrumpft“ haben. Es steht allerdings außer Frage, dass ihm der K2 in Pakistan, der zweithöchste Berg der Welt, dem Everest in Höhenrekord stielt.

Photo via VisualHunt

Das Smithsonian Magazine berichtete, dass kurz nach dem Erdbeben, dass mit Hilfe von Satellitendaten festgestellt wurde, dass große Landstriche in Nepal mehr als 9,1 m gestiegen, andere jedoch gefallen sind.

 

Eco Everest Expedition

Die Eco Everest Expedition ist eine jährliche Aktion, die im Jahr 2008 begonnen wurde, mit dem Ziel den Berg von Müll und Trümmern zu beseitigen. Seit Beginn dieser Expedition wurden unzählige Tonnen an Abfall beseitigt. In diesem Jahr beginnt die 58-tägige Eco Everest Expedition am 3. April mit der Anreise in Kathmandu.

 

Experten und Wissenschaftler werden mit der Kamera begleitet

Während der Eco Everest Expedition wird ein deutsches Team, bestehend aus Kletterprofis, Wissenschaftlern und Experten von uns mit der Kamera begleitet. Zu den Aufgaben dieser Forschungsgruppe uählt unter anderem die Kartographie der Trümmer und des Abfalls, die Neu-Vermessung des Gipfels und seiner Höhe nach dem Beben sowie die Auswirkungen des Massentourismus auf die Umwelt, die Dörfer, die Tiere und die Sherpa, die in der Himalaya-Region leben.